ATELIER 30

ANERKENNUNG FÜR ATELIER 30

21.01.2016

ATELIER 30 wird beim bundesweiten Wettbewerb „Kirchengebäude und ihre Zukunft“ der Wüstenrot Stiftung für ihren Umbau in der Immanuelkirche/Kassel mit einer Anerkennung ausgezeichnet.

 

Von insgesamt 219 eingereichten Arbeiten wurden neun Beiträge mit einer Gesamtpreissumme von 50.000 € ausgezeichnet.

In diesem Zusammenhang ein Auszug der Jury hinsichtlich der von ATELIER 30 umgebauten Immanuelkirche (14.01.2016): […] Es ist gelungen, die besonderen, gestalterischen Qualitäten des Kirchengebäudes zu bewahren und im Inneren durch zwei neutrale und flexible Gruppenräume das räumliche Angebot zu ergänzen. Die in enger Abstimmung mit der Kirchengemeinde gefundene, in ihrer Klarheit überzeugende Lösung respektiert die vorhandenen Raumqualitäten und entwickelt sie in überzeugender Weise weiter. […]

 

Die Immanuelkirche im Kasseler Stadtteil Forstfeld wurde im Jahr 1963 von dem Architekten Olaf A. Gulbranson erbaut. Im Zuge von Strukturwandelprozessen innerhalb der Gemeindearbeit wurden für die Kirchenarbeit neue Arbeits- und Projekträume benötigt. Zusätzlich sollte der Raum auch weiterhin für kleinere Andachten und andere kulturelle Veranstaltungen nutzbar sein. Ein auffälliges Architekturmerkmal der Kirche bildet die, den Innenraum prägende, in mehreren Ebenen gefaltete Dachlandschaft aus Holz. Daraus resultierend wurden für die neuen Funktionen zwei autark nutzbare transparente Kabinette entwickelt. Die Hülle wird durch einen Rhythmus von vertikal angeordneten verglasten Eichenlamellen geprägt. Bei Bedarf lassen sich Teilbereiche der Lamellen verschieben, so dass sich beide Kabinette bei entsprechenden Veranstaltungen sich zum Altar hin öffnen lassen. Je nach Sonnenstand und Standpunkt des Betrachters ergeben sich innerhalb des Raumes interessante Szenarien der Wahrnehmung für die transparenten und lichtdurchfluteten Einbaukörper.