ATELIER 30

Wettbewerbserfolg in Göppingen

18.12.2015

ATELIER 30 gewinnt einen 2. Preis bei dem Realisierungswettbewerb "Städtisches Verwaltungszentrum, Göppingen"

 

Auszug aus dem Juryprotokoll vom 16.12.2015:

"Die polygonal entwickelten Baukörper erzeugen im städtebaulichen Kontext eine Folge von spannenden Platz- und Raumfolgen vom Bahnhofsplatz über den Platz vor dem ZOB bis hin zum historischen Zollamt mit seiner zukünftigen Außengastronomie. Zur Bahnlinie wird eine klare Raumkante formuliert. In der Höhenentwicklung erfolgt ein sensibler Umgang mit der Traufkante zum Gebäude Bahnhofstraße 6, die Baukörper-Enden sind prägnant als Hochpunkte entwickelt und der schmale Kopfbau zum Bahnhofsplatz schiebt sich deutlich sichtbar in den Platzraum. Der im EG eingeschnittene und transparente Baukörper bildet an der richtigen Stelle den Eingang und das dahinter liegende Foyer aus. Das gut dimensionierte Foyer verbindet sich räumlich großzügig mit der Haupt-Treppenanlage, die mit Lufträumen alle Geschosse erschließt und zum Konferenzbereich auf der obersten Ebene führt. 

Die Innenräume profitieren von der polygonalen Gesamtform, die platzierten Kerne lassen eine Folge von gut dimensionierten Raumbereichen entstehen und die Flurenden laden zum Aufenthalt ein. Die Einteilung der Büroräume ist in den Raumspangen flexibel angelegt, während andere Büroformen nur an den Enden möglich sind. Die Fassaden sind aus dem Netz der Tragstruktur entwickelt, die Füllungen mit transparenten und geschlossenen Flächen aus Holz lassen ein angemessenes Spiel und eine Lebendigkeit entstehen. Bei den bodentiefen Fenstern wird die Einsehbarkeit in die Arbeitsbereiche diskutiert. Die Arbeitsabläufe müssen in dieser Hinsicht gewährleistet werden. Die wirtschaftlichen Kenndaten liegen im Vergleich aller Arbeiten im günstigen Bereich, der Brutto-Raum-

Inhalt mit 15 % unter dem Mittel und die knappe Hüllfläche führen zu einem guten Maß der Wirtschaftlichkeit. Das gut gewählte Grundmodul und die sich wiederholenden Elemente tragen dazu bei. Das energetische Konzept ist nachvollziehbar dargestellt,[...].

Der Baukörper des Reha-Zentrums weist im Vergleich aller Arbeiten eine sehr große Kubatur auf und bietet analog dazu ein großes Flächenangebot an.
Zusammenfassend ein sehr sensibel entwickelter Entwurf, der sich maßstäblich einfügt und gute Außenräume entstehen lässt. Es wurde eine gute und sehr angemessene Antwort auf die gestellte Aufgabe, eines Verwaltungszentrum gefunden."